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RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
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20.12.2016

Am 14. Dezember 2016 fand in der Krefelder Niederrheinhalle die letzte RUW-Zuchtviehauktion im Kalenderjahr 2016 statt. Die durch die positiven Symbole am Milchmarkt gesetzten Zeichen bewegten dann doch zahlreiche potenzielle Beschicker, diesen für die Vermarktung von hochwertigen Zuchtfärsen optimalen Weg zu wählen. Das Kontingent von insgesamt gut 200 Holsteins war Anlass für ausreichend Interessenten, nach Krefeld zu fahren, so dass am Ende eines insgesamt durchwachsenen Vermarktungsjahres ein durchaus positives Zeichen gesetzt werden konnte.


Kuhfamilien als Basis für den Erfolg

Am Bullenmarkt standen 20 Jungbullen nach erfolgreicher Herdbuchanerkennung zum Verkauf. Das Preisspektrum spiegelte dabei auch die Qualität im Ring deutlich wider. Während insbesondere bei knapperem Exterieur oder nicht überzeugenden Milchinhaltsstoffen die Gebote eher zögernd kamen, waren die besseren Bullen durchaus gefragt und brachten auch entsprechende Gebote. Mit einem erstklassig entwickelten Commander-Sohn aus exzellenter Kuhfamilie, die auch im RUW-Zuchtprogramm bearbeitet wird, ging Hans-Peter Paeßens, Uedem, in den Ring. Der Bulle überzeugte in allen Belangen und bei spannendem Bieten sicherte sich ein Züchter aus dem Kreis Kleve für 2.300 € diese Genetik. 2.000 € waren der Zuschlagpreis, zu dem der sehr gute typstarke Apoll P-Sohn von Johannes Seidenfaden, Mechernich, abgegeben wurde. Die tiefe Kuhfamilie glänzt durch hohe Einstufungen und beste Leistungsinformationen. Auch im Zuchtprogramm der RUW ist diese Kuhfamilie erfolgreich am Start. Ein Kunde aus dem Rhein-Sieg-Kreis erhielt den Zuschlag. 1.900 € waren das letzte Gebot für den Explizit-Sohn aus dem Stall von Volker Elsermann, Hamminkeln, – diesmal war es ein Kunde aus dem Kreis Viersen, der sich den begehrten Zuschlag sicherte.

 

TopQSELECT+ -Töchter glänzten im Ring

Am Färsenmarkt standen von Beginn an ganz hervorragende Rinder in der Verkaufsarena. Für alle war diese weit überdurchschnittliche Qualität beeindruckend. Die Kunden honorierten die Spitzenqualität durch einen zügigen Marktverlauf, wenngleich die Schallmauer von 2.000 € dann doch immer wieder dem begeisterten Bieten ein Ende setzte. Dennoch gelang es bei 12 Verkaufsfärsen, diesen Preis zu erreichen bzw. zu übertreffen. Spitzenexterieur, gepaart mit guten Einsatzleistungen, ist die Basis dafür, diese Hürde zu nehmen. Gleich dreimal senkte sich der Hammer zum Tageshöchstpreis von 2.300 €. Alle drei Färsen gehörten zu den ganz jungen Tieren im Angebot, die mit zwei Jahren abgekalbt im Ring vorgestellt wurden und in dieser Kondition durchaus Schaupotenzial zeigten. Dies war zunächst eine von Rainer Thoenes, Kalkar, vorgestellte, natürlich hornlose Shanosber P-Tochter, die über das RUW-Embryonenprogramm nach Deutschland gekommen ist. Es folgte eine Doorman-Tochter von Georg Daamen, Bedburg-Hau, sowie eine Jotan-Tochter von Markus Theunissen, Wipperfürth. Alle drei Beschicker hatten an diesem Tage nicht nur die Spitzenfärse, sondern weitere hervorragende Remontierungsfärsen in ihrem Angebot und trugen damit deutlich zu dem hohen Standard in Krefeld bei. Diesem Trio folgte ein weiteres, das für je 2.200 € den Besitzer wechselte. Diesmal waren es allesamt Töchter von TopQSELECT-Bullen, die am Markt nachhaltig Werbung für das solide RUW-Zuchtprogramm machten. In der Reihenfolge des Auftriebs waren dies eine Snowboard-Tochter von Stefan Kreutzer, Korschenbroich, eine Revival P-Tochter der Anhamm GbR, Kamp-Lintfort, und eine Sunkiss-Tochter von Georg Daamen, Bedburg-Hau. Diese sechs Spitzentiere wurden beinahe allesamt aus der Region Richtung Süden verladen – aus dem Sextett der hier Genannten wird die Jotan-Tochter zukünftig im Kreis Euskirchen gemolken. 14 der Verkaufsfärsen führten diesmal Epochal als Vater im Papier. Ausnahmslos unterstrichen diese Färsen bei sehr ordentlicher Einsatzleistung die starke Exterieurqualität dieses inzwischen zum TopQCLASSIC-Segment gehörenden Bullens.

 

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 11. Januar 2017. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, 23. Dezember 2016 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 – 81899 14 oder per Fax 02151 – 81899 66 entgegengenommen.

Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

 

Dr. Werner Ziegler

 

Preisspiegel

 

Auftrieb

Verkauf

Preis-

spanne €

Durchschnitts-

Preis €

Differenz €

Vormonat

Bullen

20

17

950 – 2.300

1.403

+43

Rinder

187

187

900 – 2.300

1.607

+182

Kälber

6

6

70 - 100

85

-2

Dezember, Winterstimmung! Da hatte eine recht große Schar an besten Rindern die Idee, das Rheinland in südliche Richtung zu verlassen. Sicherlich auch kein Zufall, dass aus dieser „Reisegruppe“ alle vier fotografierten Rinder (die ersten vier Fotos) einen TopQSELECT+-Bullen zum Vater haben: Eine feinzellige und leistungsstarke Bennet-Tochter aus der Zucht von Willi Achten, Kempen, wird für 1.900 € zugeschlagen.

Der gleiche Käufer investiert 2.200 € für die kompakte, und mit 42 kg Einsatzleistung beeindruckende Snowboard-Tochter mit bestem Fundament von Stefan Kreutzer, Korschenbroich.

Die hornlose Revival P-Tochter der Anhamm GbR aus Kamp-Lintfort mit einem sehr harmonischen Körper wird für 2.200 € versteigert.

Georg Daamen aus Bedburg-Hau stellt die äußerst korrekte und euterstarke Sunkiss-Tochter vor, die ein tolles Argument für den Wiedereinsatz dieses Bullen ist und für 2.200 € den Besitzer wechselt.

Eine kalibrige Go Now RDC-Tochter von Georg Daamen mit sehr viel Leistungspotenzial wechselt für 2.000 € an einen Züchter aus dem Kreis Kleve.

Einem Euskirchener Züchter wird die mit 85 Punkten bewertete Jotan-Tochter, abstammend von der Miss Bergisch Land 2011, Mandy, aus der Zucht von Markus Theunissen, Wipperfürth, für 2.300 € zugeschlagen.

Eine gerade zweijährige Epochal-Tochter der Gest GbR aus Vörde mit tollem Seitenbild und hervorragendem Euter wird für 2.000 € verkauft und bleibt im Kreis Wesel. Fotos: Hubert Fischer