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06.09.2016

Bei der bereits 56. Verbandsgemeindetierschau im Rahmen der Kirmes am letzten Montag im August fanden sich bei strahlendem Sonnenschein wieder viele Besucher in Kell am See ein. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag in der Prämierung und Kommentierung der Schautiere.


Die insgesamt knapp 30 Milchrinder teilten sich auf in 20 rotbunte und schwarzbunte Kühe der Rasse Deutsche Holstein und Kühe der Rasse Fleckvieh von insgesamt 10 Beschickern aus den Landkreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich sowie zwei Landwirten aus dem benachbarten Saarland.

 

Höchste Qualität der Holstein Kühe

In der ersten Klasse mit den jüngsten Holstein Tieren der Schau konnte sich die extrem stilvolle ZS Lancia von Sid den 1a-Preis und mit ihrem hervorragenden Euter auch noch den Titel „bestes Euter“ sichern. Dies schaffte sie vor ihrer Stallgefährtin ZS Mystery von Bradnick, die ebenfalls mit bestem Exterieur überzeugen konnte. Beide Tiere stammen vom Betrieb Zens aus Musweiler. Preisrichter Thomas Kreutz aus Wilsecker in der Eifel entschied sich in der zweiten Klasse mit jungen Kühen für die körperstarke Sea-Tochter HHH Fanny vom Betrieb Hemmes aus Damflos als Siegerin. Die milchtypische Roberta von Zelgadis aus der Zucht von Norbert Zehren aus Kirf-Beuren sicherte sich den 1b-Platz und den Titel „bestes Euter“ in dieser Klasse. Die dritte und vierte Klasse der Holsteins bestand aus Drittkalbskühen. Hier konnte die Jordan-Tochter HHH Elvira vom Betrieb Hemmes den Titel „bestes Euter“ vor der Tiramisu Tochter Sybille vom Betrieb Steinmetz aus Malborn-Thiergarten erzielen und den Klassensieg für sich entscheiden. In der vierten Klasse gewann die typstarke Caliber-Tochter Liewer von der Zelder Agrar GbR aus Wittlich und erzielte auch die Auszeichnung „bestes Euter“ vor ihrer rotbunten sehr fehlerfreien Stallgefährtin Wally von Logo. Schließlich präsentierten sich in der letzten Klasse ältere Kühe mit vier und fünf Kälbern von ihrer besten Seite. Hier konnte sich die rotbunte Silke mit ihrem überragend beaderten Euter durchsetzen. Die Malvoy-Tochter vom Kapellenhof Krämer aus Manderscheid holte sich vor zwei Jahren den Titel der Miss Hochwald und konnte sich dieses Jahr einen 1a-Platz und den Titel „bestes Euter“ vor der Shottle-Tochter Bisquit vom Betrieb Zehren aus Kirf-Beuren sichern.

 

Fleckvieh Prämierung mit besten Zuchttieren

Preisrichter Werner Hauck aus Franken, der jedes Jahr den Weg nach Kell am See auf sich nimmt, freute sich über die hohe Qualität der ausgestellten Fleckvieh Kühe. In der Klasse mit den jungen Kühen mit ein und zwei Kälbern siegte die sehr gut entwickelte Gepard-Tochter Ramallah von Willems & Wollscheid aus Lampaden vor einer Waldbrand-Tochter vom Betrieb Stopp aus Blieskastel im Saarland und sicherte sich den Titel „bestes Euter“. Die Klasse der älteren Fleckviehkühe mit drei und mehr Kälbern entschied Betty von Romtell ebenfalls vom Betrieb Willems & Wollscheid für sich. Sie siegte vor der Vanstein-Tochter Flecki vom Betrieb Knapp aus Nohfelden, die sich den Titel „bestes Euter“ sichern konnte. Als Gesamtsiegerin der Rasse Fleckvieh entschied sich Herr Hauck für die sehr komplette Ramallah von Gepard.

 

Tolle Limousin- und Glanrind-Fleischrinder

Außerdem brachten Markus Linn aus Hinzert-Pölert und Michael Hausen aus Hentern insgesamt sieben Fleischrinder mit nach Kell am See. Herr Hausen präsentierte seinen zweijährigen Limousin-Deckbullen Jocker, die fast 10 Jahre alte Ursel mit ihrem 8. Kalb Butler und die schauerfahrene Limousin-Kuh Unesca, die von der mehrfach prämierten Utopa abstammt mit ihrem 2. Kalb Unesty. Die Rasse Limousin ist eine sehr genügsame einfarbig braun-rote Fleischrinderrasse, die sehr gut für die Weidehaltung geeignet ist und ein sehr feinfaseriges Rindfleisch liefert. Herr Linn zeigte die fünfjährige Glanrind-Kuh Babsy von Brühl mit ihrem sechs Monate alten Bullenkalb Gorbi bei Fuß. Glanrinder gehören zu einer vom Aussterben bedrohten Nutztierrasse. Die Tiere sind einfarbig hell- bis dunkelgelb und wurden ursprünglich als Dreinutzungsrasse gehalten.

 

Weitere Höhepunkte

Nachdem die Klassensieger bei den Holsteinkühen feststanden kürte Preisrichter Thomas Kreutz die beiden Zweitkalbskühe ZS Mystery von Bradnick zur Reservesiergerin der jungen Kühe und die überragende ZS Lancia von Sid, beide vom Betrieb Zens aus Musweiler, zur Siegerin der jungen Kühe. Bei den älteren Kuhklassen konnte sich Bisquit von Shottle vom Betrieb Zehren als Reservesiegerin und Silke von Malvoy vom Kapellenhof Krämer als Siegerin der älteren Klassen durchsetzen.

 

Die Entscheidung wer den Titel „Miss Hochwald 2016“ mit nach Hause nehmen darf teilten sich die beiden Preisrichter und entschieden sich für ZS Lancia aus Musweiler. Auch in diesem Jahr durfte das Publikum wieder seinen „Liebling“ unter allen teilnehmenden Schautieren wählen. Dieser Titel der „Miss Publikum“ ging an die schwarzbunte vierjährige Sea-Tochter vom Betrieb Tapprich aus Vierherrenborn.

 

Neben Blasmusik des ortsansässigen Musikvereins, Essen und Getränken gab es besonders für die kleinen Besucher im Kleintierzelt viele Kaninchen und verschiedene Geflügelrassen zu bestaunen. Insgesamt war es ein rundum gelungener Tag in Kell am See mit spannender Tierprämierung.

 

Nadine Kunz

Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz

ZS Lancia wird nach ihrem Sieg als neue Miss Hochwald geehrt. Martin Alten (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kell am See), Jochen Schulze (Vorführer), Carina Hirschen (Rheinland-Pfälzische Milchkönigin), Thomas Kreuz (Preisrichter), Christian Bange (Stellv. Vorstandsvorsitzender der RUW); (v. l.)

ZS Lancia VG 87 (Sid x EX 92 Goldwin x VG 87 Morty), Züchter: Stefan & Matthias Zens GbR, Musweiler

Den Titel Miss Publikum erhält die Sea-Tochter vom Zuchtbetrieb Tapprich aus Vierherrenborn.