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RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
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07.09.2016

Die Qualität der aufgetriebenen knapp 200 Holsteinrinder konnte in allen Kategorien überzeugen. Entsprechend gut war die Nachfrage nach Remontierungsfärsen, die mit ordentlichen Einsatzleistungen und korrektem Exterieur zu überzeugen wussten und für ein ansteigendes Preisniveau sorgten.


Einen wesentlichen Einfluss hieran hatten neben den heimischen Züchtern wieder unsere in- und ausländischen Stammkunden, die ihre Chancen nutzten, um die notwendigen Bestandsergänzungen bzw. Verbesserungen durchzuführen. Das kleine Angebot am Kälbermarkt wurde ebenfalls zügig und zu steigenden Durchschnittspreisen nachgefragt, während am Bullenmarkt nachfragebedingt ein größerer Überstand verblieb.

 

Hornloser COLOUR P-Sohn wird Tagessieger

Das große Angebot von 44 verbandsanerkannten Deckbullen konnte in der Qualität durchaus überzeugen und bot für die Käufer reichhaltige Auswahlmöglichkeiten. Nachfragebedingt verblieben allerdings gut ein Drittel der Bullen im Überstand. Der Durchschnittspreis veränderte sich im Vergleich zum Vormonat nur minimal und betrug 1.322 €. Den Höchstpreis am Deckbullenmarkt sicherte sich die Grunewald Olbing GbR aus Raesfeld mit dem natürlich hornlosen COLOUR P-Sohn OG Coxo, der mit einem ausgeglichen Körperbau, harmonischen Übergängen und einem klasse Fundament überzeugen konnte. Langlebigkeit erstklassiges Exterieur und höchste Eiweißgehalte beim Kuhstamm sorgten für ein komplettes Paket, das gleich mehrere Kaufinteressenten für diesen Bullen begeisterte. Ein Käufer aus dem Hochsauerlandkreis setzte sich mit dem letzten und erfolgreichen Gebot von 2.000 € gegen die Mitbieter durch und erhielt den Zuschlag. Mit einem Gesamtzuchtwert von gRZG 152 und einem ausgeglichenen Zuchtwertprofil beeindruckte der Missouri-Sohn Missible aus dem Bestand von Patrick Balster aus Selm, der für 1.800 € an einen Züchter aus dem Hochsauerlandkreis verkauft wurde. Dicht auf folgte der Citation P-Sohn Citrus aus der Zucht der Zielenbach GbR aus Wenden, der wie sein Vater Träger des Hornlosgens ist, für den Steigpreis von 1.700 €. Auch hier war es wieder ein Käufer aus dem Hochsauerlandkreis, der sich diesen tadellosen und mit einem hervorragenden Beinwerk ausgestatteten Bullen nicht entgehen ließ. Das Quartett der Spitzenbullen vervollständigte ein weiterer Missouri-Sohn aus der Zucht von Elisabeth Wacker aus Steinfurt, der mit einem gRZG von 149 und Höchstleistungen im Kuhstamm von über 14.000 kg Laktationsleistungen die Käufer auf sich aufmerksam machte.

 

Kleines Färsenangebot zügig nachgefragt

Gut 130 Färsen von durchweg ansprechender Qualität standen zum Verkauf und trafen auf eine gute regionale, überregionale und internationale Nachfrage, was den Durchschnittspreis auf 1.292 € ansteigen ließ. Das Spitzenquintett wurde von tadellosen jungen Färsen besetzt, die allesamt über Einsatzleistungen von 36 bis 39 kg Milch, mit passenden Inhaltsstoffgehalten und niedrigen Zellzahlen verfügten. Zur Tagessiegerin kürte sich eine Supersire-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt, die mit Eleganz, Harmonie und einem klasse Euter mit schöner Textur auf voller Breite überzeugte. Ein Züchter aus dem Kreis Gütersloh hatte dieses Tier fest ins Visier genommen und erhielt nach dem Gebot von 2.500 € den erlösenden Zuschlag. Zum Steigpreis von 1.900 € folgten gleich vier Färsen, von den drei in einen Züchterstall in Thüringen und eine nach Belgien wechselten. Darunter eine Tochter des RUWSELECT Vererbers SUNKISS aus der Zucht von Heinrich Morbeck aus Legden, die mit Langlebigkeit und Leistung im Kuhstamm begeisterte. Aus der Zucht von Gerhard Kuck aus Ladbergen stammte die teuerste rotbunte Färse des Tages, eine SERANO-Tochter gezogen aus einer MALVOY-Mutter. Mit einer Dastin-Tochter und einer Lacoste-Tochter waren die Köster KG und Elisabeth Wacker, beide aus Steinfurt erfolgreich. Den preislichen dritten Rang belegte eine FERRARI-Tochter aus der Zucht von Thomas Langenberg, die ebenfalls in allen Belangen überzeugen konnte.

 

Kälbermarkt flott geräumt

Der Jungrinder- und Kälbermarkt bewegte sich mit insgesamt dreizehn Tieren nur wenig über dem Vormonatsauftrieb. Die Qualität der „Färsen von übermorgen“ konnte allerdings gut überzeugen, so dass sich das durchschnittliche Preisniveau am Jungrinder- und Kälbermarkt auf 364 € bzw. 293 € erhöhte. Teuerstes Kalb der Auktion war eine Chevy-Tochter aus der Zucht von Martin Fögeling aus Rosendahl, die für 360 € in einen Züchterstall im Kreis Warendorf wechselte. Aus der Zucht von Ernst-August Schulte-Uffelage aus Lienen stammte eine DRAKE-Tochter, die für 320 € nach Niedersachsen verkauft wurde. Der gleiche Käufer sicherte sich auch ihre Zwillingsschwester zum Steigpreis von 280 €. Ebenso erfolgreich mit dem Verkauf von Zwillingsschwestern war Bernd Stuckenhoff aus Menden. Seine beiden Joyride-Tochter wurden für 320 € bzw. 300 € einem Züchter aus dem Kreis Warendorf zugeschlagen.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm, findet am Dienstag, den 4. Oktober 2016 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

Klemens Oechtering

 

Preisspiegel

Angebot

Verkauft

Preisspanne von - bis

Durchschnitts-preis €

Differenz Vormonat €

Bullen

44

29

950 - 2.000

1.322

-7

Kühe

1

1

1.000 - 1.000

1.000

+100

Rinder

133

132

850 - 2.500

1.292

+131

Jung-rinder

5

5

300 - 420

364

+77

Kälber

8

8

220 - 360

293

+118

 

 

Diese junge Supersire-Färse (Kat.-Nr. 168) erzielte den Tageshöchstpreis. Sie wurde von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt gezogen und präsentierte das komplette Paket von Leistungsbereitschaft, herausragenden Exterieurmerkmalen und tiefer Kuhfamilie mit Stammkuh aha Carla EX95. Zwei Käufer lieferten sich einen spannenden Bieterwettstreit, den ein Züchter aus dem Kreis Gütersloh mit dem Hammerschlag beim Steigpreis von 2.500 € für sich entschied. Foto: Elly Geverink