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RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
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07.10.2016

Die Aufforderung im letzten Auktionsbericht nach einem größeren Verkaufsangebot machte sich bezahlt. Ein deutlich höheres Angebot an Tieren stieß auf eine entsprechende Nachfrage bei den Käufern anlässlich der Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG in der Eifelhall in Bitburg am Donnerstag, den 6. Oktober 2016. Auch waren die Kunden bereit, Qualität preislich zu würdigen.


Verhaltene Nachfrage am Bullenmarkt

Die aufgetriebenen Deckbullen zeigten sich alle durchweg gut entwickelt und korrekt im Körperbau und hatten allesamt ordentliche bis sehr gute Fundamente. Trotz diesem breit gefächerten Angebots konnten letztendlich nur vier Bullen einen Käufer finden. Preislicher Tagessieger war hier die Kat.-Nr. 7, der Andromeda-Sohn Agado aus der Zuchtstätte Kirch aus Fisch mit 1.450 €. Agados Mutter leistete in der zweiten Laktation über 11.000 kg mit ordentlichen Inhaltsstoffen und war mit 89 Punkten bewertet. Dieser Bulle entspringt der bekannten Geranium-Familie und wusste daher im Exterieur voll zu überzeugen. Ein Kunde aus Luxemburg sicherte sich diesen typstarken Bullen. Wiederum Antares-Blut stellte die Zuchtstätte Reif aus Katzwinkel zum Verkauf. Sein Sohn Arebo gefiel durch viel Körpertiefe und Stärke und erzielte so 1.200 €. Ein belgischer Kunde sicherte sich diesen kapitalen Bullen. Preislich folgte gleich zweimal mit wiederum mit 1.200 € die Kat.-Nr. 11und Kat.-Nr. 13, beide von Stefan Marxen aus Dingdorf. Kat-Nr. 11 gefiel durch viel Stärke und ein korrektes Fundament. Seine Mutter, mit 85 Punkten eingestuft, leistete in 6 Laktationen im Durchschnitt über 11.700 kg Milch bei fast 3,70% Eiweiß. Mit Kat-Nr. 13 kam einer der ersten Lesson-Söhne zum Verkauf. Dieser kraftvolle Bulle zeigte sich ohne Fehler im Exterieur. Seine leistungsstarke Großmutter erbrachte in ihrer höchsten Laktation über 13.000 kg Milch. Während Kat.-Nr. 11 ins benachbarte Belgien wechselte, sicherte ein einheimischer Käufer aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich die Kat.-Nr. 13. Somit konnten an diesem Auktionstag die Käufer sehr preiswert züchterisch wertvolle Bullen ergattern.

 

Zügiger Marktverlauf für Qualitätsfärsen

Ein zügiger Marktverlauf entwickelte sich bei den Färsen. Schnell merkte man, dass an diesem Tag qualitativ gute Färsen ohne Mängel und bei entsprechender Milchleistung zügig einen Abnehmer finden sollten. Auch preislich wurde an diesem Tag die Qualität honoriert. Diesbezüglich setzte sich die Kat.-Nr. 34 aus der Zuchtstätte Zens, Musweiler, an die Spitze. Sie ist eine Norwin-Tochter und stammt aus keiner Geringeren als der exzellenten Schaudiva Feuer-EX 93. Diese Exterieur-Qualität sah man auch der Färse an. Sie zeichnete sich durch ein tadelloses Euter, mit sehr guten Fundamenten und viel Typ aus. Diese tolle Färse sicherte sich ein Zuchtbetrieb aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis für 1.900 €. Es folgte ihr mit Kat.-Nr. 37 eine Stallgefährtin, die Boss-Tochter ZS Guantana. Sie erzielte für ihren Besitzer 1.650 € im Zuschlag. Über eine 86 Punkte Atwood sowie eine 86 Punkte Cassano geht diese schicke Färse auf keine Geringere als ZS Goldqueen EX 92 zurück, jedem bekannt als Siegerkuh der RUW-Schau 2013. Ein Züchter aus dem Landkreis Vulkaneifel ließ es sich nicht nehmen diese Färse aufgrund eines hervorragenden Euters, gepaart mit einem sehr gutem Fundament sowie eine ansprechende Tagesleistung von 35 kg und einer Einstufung mit 84 Punkten, sein Eigen zu nennen. Abgerundet wurde die starke Kollektion der Betriebsstätte Zens GbR mit der Lizenz-Tochter ZS Extra, sie folgte preislich mit 1.600 € im Zuschlag. Diese kraftvolle und leistungsstarke junge Kuh wechselte in den Donnersberg-Kreis zu einem treuen Auktionskäufer. Auch dieses Pedigree war gespickt mit Milchleistungen jenseits der 10.000 kg und dazu noch sehr guten Bewertungen. Ebenso 1.600 € konnte die Familie Ostermann aus Nonnweiler für sich verbuchen. Eine sehr lange, mit viel Kraft und Rippentiefe ausgestattete Shandro-Tochter mit einer guten Einsatzleistung jenseits der 30 kg ließen wiederum den Käufer aus dem Donnersberg-Kreis nicht zögern diese Färse in seinen Besitz zu bringen. Überzeugend hierbei waren auch die guten Leistungen im Pedigree, die sich jenseits der 12.000 kg bewegten und eine tadellose Exterieurbewertung bei Mutter und Großmutter von 86 bzw. 87 Punkten. Dies zeigt wiederum, dass Qualität weiter gefragt ist. Auch preisbewusste Käufer kamen an diesem Tag zum Zuge und konnten sich korrekte Färsen zu ihren Preisvorstellungen sichern. Es zeigte sich deutlich, dass ein entsprechendes Kontingent auch potentielle Auktionskäufer anlockt.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung in Bitburg findet am Donnerstag, den 3. November 2016 statt. Anmeldeschluss hierfür ist Montag, 17. Oktober 2016. Transportmöglichkeiten in alle Regionen, gewissenhafte Erfüllung von Kaufaufträgen, Kataloge und nähere Informationen erhalten Sie bei der Rinder-Union West eG, Hamerter Berg 1, 54636 Fließem, Tel. 06569 9690-0, Fax 9690-99. E-Mail: HReifer@ruweg.de  / www.ruweg.de   .

 

Uwe Müller

 

Preisspiegel

 

Auftrieb

Verkauft

Preisspanne €

Preisdurch-schnitt €

Differenz  Vormonat €

Bullen

14

4

1.200 – 1.450

1.263

-  313

Rinder

39

36

850 – 1.900

1.283

-  179

Kühe

2

2

900 – 1.500

1.200

 

Das Spitzenrind der Auktion ist Kat.-Nr. 34, eine Norwin-Tochter aus der Schaukuh Feuer vom der Stefan & Matthias Zens GbR, Musweiler, die für 1.900 € in den Rhein-Hunsrück-Kreis wechselt.

Kat.-Nr. 58, eine Shandro-Tochter aus der Zucht von Georg Ostermann, Nonnweiler, wird für 1.600 € in den Donnersbergkreis verkauft. (Fotos: Heinrich Schulte)