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RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
Opens window for sending emailinfo@ruweg.de

06.07.2016

Wie so häufig in den Sommermonaten waren auch zur Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG am 05. Juli 2016 in den Zentralhallen in Hamm wieder einmal nur eine geringere Zahl an Käufern angereist. In vielen Fällen stand der nächste Grasschnitt an oder die Vorbereitungen auf die Getreideernte hielten die heimischen Kunden verstärkt vom Besuch der Auktion ab. Umso erfreulicher, dass unsere Kunden aus Italien, Belgien und den Niederlanden den Weg nach Hamm gefunden hatten und ihre Bestandergänzungen aus dem Angebot von insgesamt gut 200 Holsteinzuchttieren erfüllen konnten. So konnte der Markt bis auf vereinzelte Tiere geräumt werden.


Hornloser CAPPLE P-Sohn für 2.000 €

Der Deckbullenmarkt startete mit einem sehr zurückhaltenden Bietgeschehen, so dass etliche Bullen einen zweiten Anlauf nehmen mussten. Dennoch konnten am Ende des Auktionstages 31 der 37 zum Verkauf angebotenen Bullen an einen neuen Besitzer vermittelt werden. Der Durchschnittspreis reduzierte sich im Vergleich zum Vormonat um gut 50 € und betrug 1.320 € im Mittel. Den preislichen Tagessieg am Bullenmarkt sicherte sich Hubertus Winter aus Oelde mit dem natürlich hornlosen CAPPLE P-Sohn WIN Caputz, der sich mit hervorragender Entwicklung und tadellosem Fundament im Ring präsentierte. Sowohl Mutter WIN Lucy und als auch Großmutter WIN Luna überzeugten mit Leistungen oberhalb von 10.000 bzw. 11.000 kg und hohen Inhaltsstoffgehalten. Sicherlich weitere Gründe für einen Züchter aus dem Märkischen Kreis, sich beim Bieten nicht abschütteln zu lassen und sich den Zuschlag für 2.000 € zu sichern. Auf dem zweiten Rang platzierte sich ein rundum kompletter Lexington-Sohn aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt. Neben einem tadellosen eigenen Erscheinungsbild punktete KOE Letax bei den Kaufinteressenten mit einem genomischen Zuchtwert von gRZG 142 und ausgeglichenem Zuchtwertprofil. Ein Züchter aus dem Kreis Steinfurt erhielt den Zuschlag bei einem Steigpreis von 1.750 €. Dicht auf folgte der reinerbig hornlose Kanu P-Sohn WR Klonk, gezogen von der Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt, der für den Hammerschlag bei 1.700 € an einen Züchter aus dem Kreis Höxter verkauft wurde. Auch WR Klonk verzeichnete auf der Mutterseite höchste Inhaltsstoffgehalte und geht über Großmutter PM Carmen zurück auf die bestens bekannte Stammkuh aha Carla EX 95. Das Spitzenquartett vervollständige ein Ladd P-Sohn aus dem Bestand von Manfred Robert aus Vreden, der für 1.600 € in den Kreis Steinfurt wechselte.

 

Gute Auslandsnachfrage am Färsenmarkt

Mit knapp 160 Färsen war das Angebot der Juliauktion in Hamm im Vergleich zu den Vorjahren durchaus ansprechend. Wie so oft fanden sich für die qualitativ ansprechenden Rinder relativ zügig neue Besitzer, die auch bereit waren etwas mehr zu investieren. Rinder mit Ansagen und kleineren Abstrichen wurden auch beim Steigpreis mit zurückhaltenden Geboten versehen und mussten unter preislichen Zugeständnissen verkauft werden. Einen entscheidenden Anteil am Marktverlauf hatten wieder einmal die ausländischen Käufer, insbesondere aus Norditalien. Am Ende des Auktionstages pendelte sich der Durchschnittspreis knapp 40 € über dem Ergebnis der Juni-Auktion bei 1.165 € ein. Teuerste Färse des Tages war die Fageno-Tochter Eva aus dem Bestand von Agatha Weber aus Unna. Ein Züchter aus den benachbarten Niederlanden hatte sich diese junge Färse mit 24 Monaten Erstkalbealter und einem genomischen Zuchtwert von gRZG 136 ausgesucht und bewies beim Ausbieten auch den längsten Atem. Beim Tageshöchstpreis von 2.300 € senkte sich der Hammer des Auktionators, und Eva trat die Reise in unser Nachbarland an. Zum Steigpreis von 2.000 € folgte eine erstklassige Aikman-Tochter aus der Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt, die in einen Züchterstall im Kreis Borken wechselte. Mit Mutter Roseanne EX 91 geht diese Färse auf einen exterieur- wie leistungsstarken Kuhstamm zurück. Norbert Dünninghaus aus Oelde sicherte sich mit einer tadellosen und leistungsbereiten DESK-Tochter, die zum Steigpreis von 1.850 € an einen italienischen Züchter verkauft wurde, den preislich dritten Rang. Der gleiche Käufer investierte 1.650 € in eine hervorragende JULANDY-Tochter aus dem Zucht von Markus Wissmann aus Nordkirchen, die ebenfalls mit gut 40 kg Einsatzleistung beeindruckte. Für den gleichen Steigpreis wechselte eine in allen Belangen ebenbürtige SALVE-Tochter aus der Köster KG aus Steinfurt in einen Züchterstall im Kreis Gütersloh.

 

Schwieriger Kälbermarkt

Der abschließende Jungrinder- und Kälbermarkt war mit 25 Tieren nicht zu groß. Trotzdem konnte das Angebot nur durch mehrere Kaufaufträge nahezu geräumt werden, da aufgrund der eingangs beschriebenen Situation nur sehr wenige Käufer anwesend waren. Am Ende wurden die Jungrinder für 339 € und die Kälber für 215 € im Durchschnitt verkauft. Insbesondere die rotbunten Kälber aus der Zucht von Bernd Ostholt aus Sassenberg wussten in der Qualität zu überzeugen und wurden für 292 € im Schnitt vermittelt. Drei ALBANO-Töchter wurden für 300 € an Käufer aus dem Kreis Warendorf und Soest zugeschlagen. Zwei TAPAS-Töchter aus inhaltsstoffstarken Mutterlinien wurden für 280 € an neue Besitzer aus den Kreisen Soest und Höxter vermittelt.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm, findet am Dienstag, den 2. August 2016 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

Klemens Oechtering

 

Preisspiegel

 

Angebot

Verkauft

Preis-

 spanne €

 von - bis

Durch-

schnitts-

preis €

Differenz

Vormonat €

Bullen

37

31

980 - 2.000

1.320

-55

Kühe

2

2

750 - 850

800

-38

Rinder

159

157

650 - 2.300

1.165

39

Jung-

rinder

7

7

300 - 380

339

69

Kälber

18

16

80 - 300

215

12

 

Diese junge Spitzenfärse (Kat.-Nr. 234) aus der Zucht von Markus Wissmann aus Nordkrichen unterstreicht einmal mehr die Vererbungsqualitäten ihres Vaters JULANDY. Eine hohe Einsatzleistung gepaart mit einem tadellosen Fundament und einem erstklassigen Euter mit schöner Textur waren Gründe genug für den Käufer aus Italien, 1.650 € in diese Topfärse zu investieren. Foto: Willi Flaßkamp