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25.02.2016

In der gut besuchten Aula von Haus Riswick in Kleve trafen die Besucher im Rahmen des RUW-Fruchtbarkeitsseminars am 23. Februar 2016 auf interessante Vorträge.


Dr. Egon Thesing von der MSD Intervet Deutschland GmbH berichtete in seinem sehr informativen Referat über praktische Untersuchungen zu Kälberkrankheiten und deren Auswirkungen auf die spätere Leistung und Fruchtbarkeit der Kuh. Mit profunden Tipps für die Praktiker bot er auch spezielle Unterstützung seines Hauses.

 

Anschließend ging Dr. Sebastian Hoppe vom VBZL Haus Riswick auf das Projekt ‚optiKuh‘ ein. In diesem Projekt untersuchen alle bundesdeutschen Versuchsanstalten umfassend Fragen zur Haltung von Milchkühen. Im Zusammenhang mit der genomischen Selektion wird nach genetischen Zusammenhängen geforscht. Dieses hoch interessante Forschungsprojekt befindet sich noch in der Phase der Datenerfassung – erste Auswertungen lassen auf praktikable Ergebnisse hoffen.

 

In dem Beitrag zum geplanten Aufbau einer weiblichen Lernstichprobe ging Dr. Werner Ziegler auf dieses neue züchterische Instrument ein. Er verwies auf die hohe Bedeutung des Projektes sowohl für die sichere Berechnung der genomischen Zuchtwerte als auch insbesondere auf die Chancen, mit Hilfe der weiblichen Lernstichprobe neue Merkmale aus den Bereichen ‚Gesundheit‘ und ‚Klauen‘ in die Zuchtwertschätzung aufzunehmen.

 

Dr. Friedrich Osterhoff von der Ahrhoff GmbH begeisterte die Landwirte mit seinem Beitrag zur Transitfütterung. Dabei beschränkte er sich im Wesentlichen auf das Ca-Management. Anhand umfangreicher Studien zeigte er auf, dass klinisches Milchfieber in der Praxis zwar nicht sehr häufig anzutreffen ist - subklinisch ist Ca-Mangel jedoch sehr bedeutend für den Start in die Laktation. Anhand der Untersuchungen verdeutlichte er, dass im Grunde jede Erkrankung in der kritischen Phase vor und nach dem Abkalben zwangsläufig zu verminderter Futteraufnahme und den damit verbundenen negativen Folgen für Leistung und Fruchtbarkeit führt.

 

Zum Abschluss des Seminars stellte Michael Seegers, Kalkar, seinen Betrieb vor. Er erläuterte seine Unternehmensphilosophie und ging durchaus kritisch auf die einzelnen betrieblichen Entwicklungsschritte ein, die ihn zu seinem heutigen Stand sowohl bezüglich Leistung als auch Fruchtbarkeit geführt haben. Er betonte in seinem sehr engagierten Beitrag die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für jeden Betrieb, damit die nicht landwirtschaftliche Bevölkerung Verständnis für die Maßnahme eines modernen Bauern gewinnen kann.

 

Dr. Werner Ziegler

Gut gefüllte Reihen beim Fruchtbarkeitsseminar im VBZL Haus Riswick.