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23.03.2016

Nach wie vor sind Färsenschauen der Rinder-Union West eG sehr beliebte Veranstaltungen für Holsteinzüchter. Und dies sowohl für die Beschicker als auch für die Besucher. Im Wechsel mit Krefeld fand zum 17. Mal das Schaugeschehen in Bitburg in der Eifelhalle statt. Eingerahmt, am Samstag den 19. März 2016, zum BEDA-Markt der Stadt Bitburg. So hatten die Besucher neben den Holsteinfärsen im Ring auch noch die Möglichkeit die landwirtschaftliche Messe mit vielen Ausstellern rund um die und in der Auktionshalle zu besuchen.


Doch zurück zur Beliebtheit bei den Beschickern: Die Auswahlkommissionen hatten reichlich Arbeit, denn aus fast 300 gemeldeten Tieren wurden die Besten ausgewählt, so dass letztendlich 109 Holsteinfärsen ihren Platz im Schaukatalog bekamen. Wer die Auktionshalle in Bitburg kennt, der weiß, dass diese Halle für einen Schaurichter wahrlich nicht einfach ist. Und dennoch, das Amt der Richterin hatte Andrea Uhrig aus dem hessischen Sulzbach übernommen und überzeugend gemeistert.

 

Starke Rotbuntklassen

Die aufgetriebenen 26 rotbunten Holsteinfärsen präsentierten in hervorragender Weise das Potenzial, welches dieser Farbschlag in der Holsteinrasse zu vertreten mag. Die erste und älteste Klasse entschied Thomas Wiethege aus Halver für sich mit seiner Snow RF-Tochter WIT Conchita. Sie machte ihrem Namen alle Ehre, und nur ein paar wenige rotbunte Punkte ließen die Rasse erahnen. Doch es war eine knappe Entscheidung, denn ihr folgte die sehr körperstarke, gut entwickelte Don Juan-Tochter Cherrylady von Hugo Berners aus Simmerath, die sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste. Die Züchtergemeinschaft Kreutz GbR und Abs Andreas aus Wilsecker siegten in der zweiten Rotbuntklasse mit ihrer Braxton-Tochter Lis Golda. Wiederum eine Färse vom helleren Schlag. Den Sieg errang sie aufgrund ihres fehlerfreien Körpers mit Breite, viel Rippe und bestgelagertem Becken und dies bei einem Euter mit einem sehr deutlichen Zentralband. Ihr folgte eine extrem elegante Ladd P-Tochter aus der Zucht von Wiewer-Rellmann GbR, Drensteinfurt. In der folgenden Klasse war es wiederum eine Snow RF-Tochter, die den Klassensieg beanspruchte. Ebenfalls sehr hell gezeichnet ließ die Preisrichterin an dieser Färse keinen Zweifel, dass sie ihr gefällt. Und dies zu Recht, tiefe Rippe, tolle Übergänge, trockene Fundamente und ein hervorragendes Euter. Ihr folgte die Acme RF-Tochter BaS Navina aus dem Zuchtstall von Christian Bange, Seibersbach. Auch sie hat ein außergewöhnliches Format mit sehr viel Eleganz und einem tollen Euter. Die jüngste Rotbuntklasse entschied die Köster KG aus Steinfurt deutlich für sich mit ihrer Heztry-Tochter KOE Kiss. Diese sehr jugendliche Färse war extrem ausbalanciert, ohne jeglichen Tadel und wird noch eine große Zukunft vor sich haben. Mit dem zweiten Platz musste sich dann die Wiewer-Rellmann GbR mit ihrer RudolphRed-Tochter WR Belamie zufrieden geben, die nicht an den Charme der Erstgenannten heranreichen konnte.

 

Wer wird Sieger?

Nachdem alle 1a- und 1b-Kühe in den Ring zogen, blieben zum Schluss nur zwei die den Titel unter sich ausmachen konnten. Den Schlag zur Siegerkuh rotbunt erhielt, wie vermutet, die Snow RF-Tochter EIT Joana aus der Zucht von Jürgen Eiting, Bocholt. Reservesiegerin wurde die eben beschriebene hoffnungsvolle Färse KOE Kiss von Heztry aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt.

 

Top-Jahrgang schwarzbunter Holsteinfärsen

Die 67 schwarzbunten Holsteinfärsen stellten sich in elf Klassen dem Wettbewerb. Und eins sei vorweg gesagt, allesamt junge Kühe, die jeder sehr gerne in seinem Stall melken würde. Die älteste Klasse schwarzbunt entschied Christoph Hamacher aus Kürten mit seiner Jerrick-Tochter Henny klar für sich. Diese fast schwarze Kuh überzeugte aufgrund ihrer gewaltigen Länge und den trockenen Fundamenten, mit einem langen Euter, was dieser Kuh eine enorme Ausstrahlung gab. Ihr folgte die Atwood-Tochter The Marka von Hans-Georg Theunissen, ebenfalls aus Kürten.

Die zweite Klasse schwarzbunt wurde dominiert von der Klassensiegerin ZS Lancia aus der Zens GbR, Musweiler. Diese Kuh war bereits enorm entwickelt und zeigte sich im Typ absolut fehlerfrei. Besonders hervorstechend war das Euter, welches in der Breite und Länge bei absolut korrekter Strichstellung keine Wünsche offen ließ. Das perfekte Euter gab dann auch den Ausschlag, dass die ganz dunkel gezeichnete Meridian-Tochter WIT Promis von Thomas Wiethege aus Halver sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste.

In der dritten Schwarzbuntklasse siegte die bereits von Schauen bekannte Mascalese-Tochter Elly aus dem Besitz von Josef Henneke, Olsberg. Diese junge Kuh war die stärkste und breiteste ihrer Klasse, mit dennoch sehr viel Schliff und Ausstrahlung und das bei einem hervorragenden Euter. Ihr folgte die Braxton-Tochter The Malva von Hans-Georg Theunissen, die durch besonders harmonische Übergänge und ihre Feinzelligkeit überzeugen konnte.

 

Johannes Heibges aus Salm ist stolzer Züchter seiner Lotus-Tochter Naomie, die ihre Klasse aufgrund der großen Harmonie, des fehlerfreien Bewegungsablaufes, der trockenen Fundamente und des fest angesetzten Euters für sich entscheiden konnte. Stephan Breuer aus Mechernich erzielte den 1b-Platz mit seiner ganz schicken Snowflake-Tochter Heleen.

Aus dem Besitz von Dirk vom Stein, Wermelskirchen, kommt die Klassensiegerin der Klasse fünf. Diese fast einfarbig schwarze Gold Chip gewann mit einer hervorragenden Oberlinie bei besten Übergängen und fehlerfreien Fundamenten. Zweitplatzierte wurde in dieser Klasse die Mogul-Tochter Panda aus dem Besitz von Josef Henneke, Olsberg.

Aufgrund ihres herausragenden Euters mit feinster Textur, breit und hoch aufgehangen und das bei einem fehlerfreien Skelett, siegte die Köster KG aus Steinfurt mit ihrer Mogul-Tochter Dana in der folgenden Klasse. Doch die 1b dieser Klasse, eine Bradnick von Rainer Thoenes aus Kalkar, musste sich nur äußerst knapp mit dem 1b-Platz zufrieden geben. Eine ganz hervorragende junge Kuh mit extrem guter Ausstrahlung.

Thomas Kreutz aus Wilsecker gewann seine Klasse mit KhW Maiblume von Gillespy. Diese junge Färse führte die Klasse aufgrund ihrer sehr guten Breite, Rippenausprägung und bestgelagertem Becken an. Auch das Euter zeigte alle gewünschten positiven Merkmale. Ihr folgte in der Klasse die von Eberhard Brochhaus, Kürten, gezogene Wyman-Tochter Felicitas, die der Erstgenannten wahrlich nicht viel nachstand.

Es folgte eine der wohl besten Klassen der Schau. Spitzenfärsen von vorne bis hinten! Doch nach zwei Runden im Ring konnte man der Preisrichterin sehr gute folgen, die sich für die Atwood-Tochter Alice der Züchtergemeinschaft Nosbisch & Diamond Genetics & Allendörfer, Niederweis, entschied. Zu dieser Färse nur ein Kommentar: Fehlerfrei, super Skelett, ein Traum-Euter mit einer ganz tollen Beaderung. Die fehlerfreie Gesamterscheinung war es dann auch letztendlich, die sie vor den beiden folgenden, ganz hervorragenden jungen Kühen laufen ließ. Beide folgenden Kühe, auf 1b und 1c, stammen aus der Zucht von Marco Sonntag aus Pomster und sind beides Töchter des Top-Vererbers Antares. Jeder kann sich glücklich schätzen, der solche Färsen melken darf.

Der nächste Klassensieg ging an die Spielberg Holsteins GbR aus Much. Sie präsentierten eine ganz starke Lauthority-Tochter, SBH Wyanet, die aufgrund ihres ausgeprägten Euters überzeugen konnte. Eine sehr harmonische, fehlerfreie Golden One-Tochter KAR Vilna, aus der Zucht der Gebrüder Karch in Börrstadt, errang den 1b-Platz. Auch diese junge Färse hatte ein perfektes Euter.

Mit der Klasse 10 betraten wiederum absolute Top-Färsen den Ring. Dirk Schulze zur Heide aus Welver gewann die Klasse mit seiner Yorick-Tochter Liliac aufgrund ihrer Harmonie, der tollen Übergänge, dem trockenen Fundament und das alles bei einem top ausbalancierten Euter. Ihr folgte die nahezu ebenbürtige Doorman-Tochter PM Bette, gezogen von Peter Meutes aus Rommersheim; ebenfalls eine Kuh ohne Fehler, die jeder gerne hätte.

Die letzte und jüngste schwarzbunte Holsteinklasse war ebenfalls von herausragender Qualität. Den Klassensieg errang die Knobloch GbR aus Zweibrücken mit K2 Tiger, eine Doorman mit einem wunderschönen Seitenbild, klaren Fundamenten und bestem Euter. Eberhard Brochhaus aus Kürten konnte in dieser starken Klasse mit seiner Numero Uno Belladonna den zweiten Platz verbuchen.


Siegerauswahl bei den schwarzbunten Färsen

Es war schon eine absolute Augenweide und ein Erlebnis zu sehen, welche herausragenden Klassensiegerinnen den Ring betraten um sich für die Auswahl des Siegertitels zu präsentieren. Genau wie bei den rotbunten gab es einen donnernden Applaus für diese Spitzenkühe. Und dennoch, die Preisrichterin Andrea Uhrig hatte eine klare Vorstellung von ihrer Siegerkuh. Sie kürte die Atwood-Tochter Alice aus der Zuchtgemeinschaft Nosbisch & Diamond Genetics & Allendörfer, Niederweis zur Siegerin schwarzbunt. In ihrer Begründung hob sie noch einmal die vielen positiven Attribute bei dieser Kuh hervor. Den Reservesiegertitel vergab sie an die Zens GbR aus Musweiler für die Sid-Tochter ZS Lancia.

 

Hervorragende Snowboard Nachzucht

Zur Färsenschau hatte die RUW eine Nachzucht des Bullen Snowboard ausgestellt. Dr. Jürgen Hartmann hatte seine sichtliche Freude bei der Kommentierung dieser extrem guten Nachzucht im Ring. Snowboard ist ein Snowman-Sohn aus der wohl besten Gibor-Tochter des Verbandes, Cayenne, und wurde von der Nöhl GbR aus Idesheim gezüchtet. Seine Großmutter ist die mit EX 95 bewertete, bekannte aha Carla. Das komplette Pedigree verspricht absolute Langlebigkeit. Eine Nachzucht wurde auf dem HighlightSALE im Januar in Hamm gezeigt. Im Ring wussten diese außergewöhnlich guten jungen Kühe jeden zu überzeugen. Ein Bulle, den jeder einsetzen kann. Siegerkuh dieser Nachzucht wurde Leila aus dem Zuchtbetrieb Mohr GbR, Dörrmoschel.

 

Es kann nur eine „Miss Bitburg“ geben

Die letzte Entscheidung musste Preisrichterin Andrea Uhrig zwischen zwei absolut hervorragenden fehlerfreien jungen Kühen treffen. Beide sind überragende junge Holsteinkühe, die aber dann doch in sich sehr unterschiedlich sind. Und so ist es die Herausforderung des Preisrichters, sich für eine zu entscheiden. Die Entscheidung fiel auf die rotbunte Siegerkuh EIT Joana, die beschriebene Snow RF-Tochter aus der Zucht von Jürgen Eiting, Bocholt. Ihre ausführliche Begründung war für die große Anzahl des Fachpublikums auf den Rängen nachvollziehbar und wurde mit donnerndem Applaus gewürdigt.

 

An beiden Tagen nutzten wieder tausende Besucher die Schau und Messe in der Auktionshalle in Bitburg um sich über den aktuellen Stand der Zucht ausführlich zu informieren, aber auch um den vielen Ausstellern des vor- und nachgelagerten Gewerbes einen Besuch abzustatten, um sich über Neuerungen und Bewährtes umfassend zu informieren.

 

Gerd Grebener

 

Fotogalerie

Fotografisch festgehaltene Bilderimpression der Färsenschau in Bitburg von Heinrich Schulte finde Sie unter folgendem Link:

https://fotos.web.de/ui/external/FXJYQyn3Sbi8ko5enZFlrg74803

 

 

Prämierungsergebnisse

Prämierungsergebnis Färsenschau Bitburg 2016

Die typvolle EIT Joana von Snow RDC holt sich den begehrten Titel Miss Bitburg 2016, Bes.: Jürgen Eiting, Bocholt

Die schicke Atwood-Tochter Alice siegt bei den schwarbunten Färsen. Bes.: Zuchtgemeinschaft Nosbisch & Diamond Genetics & Allendörfer, Niederweis

Viel Mühe und Arbeit machen sich Jungzüchter und Profis bevor es in den Ring geht.

„Morgenstund‘ hat Gold im Mund“ – Wer früh da ist hat ausreichend Zeit seine Schaukühe vorzubereiten.

Kontrolle ist alles! Stallmeister Mathias Mertes von der RUW und Amtsveterinär Dr. Florian Pfannenschmidt kontrollieren sorgfältigst den Auftrieb.

Zweimal Jürgen an einer Kuh und einer Oberlinie. Das kann nur perfekt werden!