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GERMAN MASTERS
SALE 2018


Datum: Freitag 19. Oktober 2018
Ort: Fließem, Deutschland

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RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
Opens window for sending emailinfo@ruweg.de

03.08.2016

Die 237. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG in den Zentralhallen in Hamm am 2. August 2016 war mit knapp 180 Tieren, verteilt auf die verschiedenen Kategorien, vom Angebot her überschaubar. Wie die Erfahrungen der Vorjahre schon oft gezeigt hatten, waren die Käufer aus Südeuropa dem Markt aufgrund der dort herrschenden hohen Temperaturen fern geblieben. Umso erfreulicher war es aus Sicht der Rindervermarktung, dass die Wetterlage in Deutschland für eine Unterbrechung der Getreideernte sorgte und so die Käufer aus dem RUW-Zuchtgebiet und den angrenzenden Regionen, die aufgrund des aktuell geänderten BHV1-Status wieder direkt mit Rindern aus Hamm beliefert werden konnten, für einen nahezu geräumten Markt bei ebenfalls kaum veränderten Durchschnittspreisen im Vergleich zum Vormonat sorgten.


NUGGET-Sohn besetzt die Preisspitze

Nach der Verbandsanerkennung am Auktionsmorgen standen 36 Bullen zum Verkauf. Wie schon im Juli wurden die Gebote am Deckbullenmarkt eher zurückhaltend abgegeben. Für die gut entwickelten korrekten Bullen fanden sich dennoch relativ schnell neue Besitzer, während die etwas knapperen Qualitäten nur mit preislichen Zugeständnissen abgesetzt werden konnten. Letztlich verblieben neun Bullen im Überstand. Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 1.330 € leicht über dem Vormonatsergebnis ein. Aus der Zucht von Elisabeth Wacker aus Steinfurt stammte, WAC Nugolo, der teuerste Bulle des Tages. WAC Nugolo ist ein Sohn des bekannten RUW-Vererbers NUGGET RDC und überzeugte mit einem ausgeglichenen Zuchtwerteprofil mit hohen Sekundärmerkmalen und einem langlebigen leistungsstarken Kuhstamm. Ein Züchter aus dem Hochsauerlandkreis sicherte sich den Zuschlag für den korrekten jungen Bullen für 1.900 €. Für den Hammerschlag bei 1.700 € wurden zwei Bullen verkauft. Der natürlich hornlose REBAR P-Sohn Roberto aus dem Bestand von Thomas Blömer aus Heek beeindruckte mit besten Inhaltsstoffgehalten im Kuhstamm und einem harmonischen Erscheinungsbild. Roberto wurde im Kaufauftrag für einen Züchter in Baden-Württemberg ersteigert. Zum gleichen Steigpreis zugeschlagen wurde ein hervorragend entwickelter Durango-Sohn aus der Zucht von Thomas Langenberg aus Bocholt, der zukünftig im Kreis Soest zum Einsatz kommen wird. Dicht auf folgten zwei Bullen zum Preis von 1.600 €. Zum einen ein hornloser und fundamentstarker Ohare-Sohn aus der Zucht von Antonius Horstick aus Gescher, der an einen neuen Besitzer aus seinem Heimatkreis vermittelt wurde. Und zum zweiten ein Tribune-Sohn aus dem Bestand von Ludger Schröer aus Bocholt, der mit Höchstleistungen von knapp 14.000 kg und exzellentem Exterieur bei Mutter und Großmutter punkten konnte und in den Märkischen Kreis verkauft wurde.

 

Stabiler Färsenmarkt

Das Angebot von 123 Färsen war nicht zu umfangreich und hielt für die verschiedenen Käuferwünsche unterschiedliche Qualitäten bereit. Während bei den Tieren mit geringerer Leistung und leichteren Mängeln einige Rinder im Überstand verblieben, wäre für korrekte Laufstallfärsen mit passender Leistung noch weiteres Absatzpotential vorhanden gewesen. Der Durchschnittspreis pendelte sich mit 1.162 € nahezu exakt auf dem Vormonatsniveau ein. Den Tageshöchstpreis am Färsenmarkt erzielte Gregor Laukamp aus Rosendahl mit einer körper- und euterstarken BEDFORD-Tochter, die in allen Belangen zu überzeugen wusste. Eine Einsatzleistung von 48 kg vervollständigte das tadellose Erscheinungsbild dieser jungen Spitzenfärse, die nach zügigem Bietduell einem Züchter aus Brandenburg zugeschlagen wurde. Zum Preis von 1.600 € folgten drei Färsen auf dem zweiten Rang, die der vorgenannten Färse in nur wenigen Punkten nachstanden. Aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest stammte eine Tochter des RUW-Vererber LOFT, die in einen Züchterstall im Hochsauerlandkreis wechselte. Achim Grötemeier präsentierte eine erstklassige Doorman-Tochter im Ring, die zukünftig im Kreis Recklinghausen gemolken wird. Und Alois Schlüter aus Büren war mit einer Mr. Stam-Tochter erfolgreich, die ebenfalls in den Hochsauerlandkreis verkauft wurde.

 

Kleiner Kälbermarkt

Der abschließende Jungrinder- und Kälbermarkt war mit nur neun Tieren für Hammer Verhältnisse sehr überschaubar. Bei etwas nachgebendem Preisniveau wurden alle Tiere an neue Besitzer vermittelt. Für die Jungrinder betrug der Durchschnittspreis 288 €, die Zuchtkälber pendelten sich bei 175 € ein. Teuerstes Jungrind war eine BLOSSOM-Tochter aus der Zucht der Böhl-Melbach GbR aus Erndtebrück, die für 360 € in den Kreis Borken wechselte. Bei den Zuchtkälber war Ernst Heinrich Brinkmann aus Soest mit einer EPOCHAL-Tochter erfolgreich, die für 260 € an eine Käufer aus dem Kreis Ruhr-Lippe verkauft wurde.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm, findet am Dienstag, den 06. September 2016 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

 

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

36

27

    900 - 1.900

1.330

      +9

 

Kühe

2

1

    900 - 900

  900

  +100

 

Rinder

123

115

    600 - 1.700

1.162

       -3

 

Jungrinder

4

4

    250 - 360

   288

     -51

 

Kälber

5

5

    135 – 260

  175

     -40

 

Klemens Oechtering

Diese junge Färse (Kat.-Nr. 186), eine Tochter des RUWSELECT-Vererbers BEDFORD, wurde von Gregor Laukamp aus Rosendahl im Auktionsring präsentiert. Mit einer Einsatzleistung von 48 kg Milch, ermolken aus einem schön beaderten Euter und einem tadellosen Fundament überzeugte diese Färse in allen Belangen und wurde zum Tageshöchstpreis von 1.700 € an eine Züchter aus Brandenburg verkauft.