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RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
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17.05.2017

Färsenpreise ziehen an – Anmelden nicht vergessen

Die Mai-Auktion der Rinder-Union West eG in der Krefelder Niederrheinhalle zeigte, dass die Zuchttiervermarktung auch 2017 eine durchaus interessante Alternative für Zuchtbetriebe dar-stellt. Die Preissituation der vergangenen Monate – mit Sicherheit begründet durch die politi-schen Rahmenbedingungen – haben den einen oder anderen Züchter schon dazu veranlasst, die Qualität der Auktionsvermarktung in Frage zu stellen.


In Krefeld wurde am 17. Mai 2017 deutlich, dass der Markt für interessierte Kunden nach wie vor eine hohe Anziehungskraft hat. Keiner kann die Zukunft im Voraus abbilden – aber die Signale stehen vom Grundsatz her durchaus positiv für die Zuchttiervermarktung am Auktionsstandort in Krefeld. Davon ausgehend, dass Krefeld bezüglich BHV1 ab Juni (hoffentlich) Artikel 10-Status hat, dürften auch mit der Zeit wieder ‚alte Kunden‘ den Markt entdecken, wenn ein genügend großes Angebot zur Verfügung steht.

 

Reinerbig hornlos ist begehrt

Am Bullenmarkt ging es mit den 14 herdbuchanerkannten Verkaufstieren erstmal ruhig los. Hier zeigte sich dann im Verlauf, dass Qualität und Nachfrage recht gut passten, und die guten Jungbullen zogen dann auch zügig im Preis an, so dass der Markt am Ende mit einem ordentlichen mittleren Zuschlagpreis von 1.529 € abgeschlossen wurde. Wesentlich beigetragen zu diesem soliden Ergebnis hat der Apoll P-Sohn aus der Zucht der Seidenfaden GbR, Mechernich. Die Kanu P-Mutter SfH Dalanu trägt ebenso wie der Vater das begehrte P-Gen. Der Jungbulle selbst hat dieses Gen von Vater und Mutter bekommen und ging so als reinerbig hornloser Vererber an den Start. Diese genetisch wertvolle Basis ergänzen ein Spitzenexterieur und ganz klare Fundamente. Die tiefe Bullenmutterfamilie rundet dann das Komplettpaket ab. Ein Kunde aus dem Kreis Paderborn erhielt bei 2.700 € den begehrten Zuschlag. Mit 2.000 € folgte der Deman-Sohn von Gerd Luyven, Kamp-Lintfort. Hier ging ein korrekter Jungbulle an den Start, der sowohl mit der Mutter als auch der Großmutter eine ZE-Kuh in der Abstammung führt. Die enorme Milchleistung über viele Laktationen gab dann sicherlich den Ausschlag für die gute Nachfrage. Ein Klever Kunde wird diesen Bullen in seinem Bestand einsetzen. Ein früher Balu-Sohn, den Rainer Thoenes, Kalkar, vorstellte, überzeugte durch seinen sehr starken Typ und die guten Fundamente. Dieser Bulle ging für 1.700 € an einen Betrieb im Rhein-Sieg-Kreis.

 

Gute Remontierungsfärsen belegen den Markt

Bei den Färsen war vom Start an eine deutliche Belebung gegenüber den Vormonaten zu spüren. Gute Qualitätstiere zogen vom Beginn an auf ordentliche Zuschlagpreise an. So konnte auch das eine oder andere Mal die 2.000 €-Grenze erreicht und übertroffen werden. Im Mittel legten die Kunden 1.591 € für eine Remontierungsfärse an. Eine Tochter des rotbunten RUWSELECT-Bullen Albaran (Almondo x Short Cut x Ludox) machte das Rennen um den Spitzenpreis bei den Färsen. Die Lühlshof KG, Wesel, stellte diese perfekte junge Färse schaufähig im Ring vor. Mit zwei Jahren abgekalbt, verfügt sie über eine enorme körperliche Entwicklung und als Glanzpunkt sahen die Fachkundigen im Ring ein Spitzeneuter. Für 2.200 € bleibt diese Färse im Kreis Kleve. Gleich drei Färsen folgten, die für 2.100 € in neuen Besitz übergegangen sind. Dies war zum einen eine AltaGeddy-Tochter von Toni Hermanns, Erkelenz. Diese kapitale tiefe Färse mit sehr viel Leistungspotenzial wird zukünftig ein Kunde aus dem Rhein-Kreis Neuss melken. Der gleiche Kunde sicherte sich für diesen Steigpreis eine Van Gogh-Enkelin, die von der Lueb GbR, Rees, in bewährter Manier bestens vorgestellt wurde. Abgerundet wird dieses Spitzentrio für 2.100 € wiederum von der Lühlshof KG. Auch hier war es wieder eine rotbunte Färse, die in den Spitzenbereich zog. Mit Label P als Vater im Papier überzeugte diese Färse sowohl vom Typ als auch mit einem sehr guten Euter. Beim Bieten um diese Färse ließ sich ein belgischer Kunde den Zuschlag nicht entgehen. Auf den Plätzen bei den weiteren Qualitätsfärsen finden sich Big Point ebenso wie Label P als Vater der Verkaufstiere. Aber auch Epochal und Go Now RF sind Bullen, die mit ihren Verkaufstieren immer wieder wegen der starken Exterieurqualität die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

 

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 21. Juni 2017. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, 02. Juni 2017 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 – 81899 14 oder per Fax 02151 – 81899 66 entgegengenommen.

Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

 

Dr. Werner Ziegler

 

Preisspiegel 

Angebot

Verkauft

€ von – bis

€ Ø

Diff.

Bullen

15

14

1.000 - 2.700

1.529

+67

Rinder

101

98

800 - 2.200

1.591

+225

Kälber

3

3

100 - 120

107

+12

Peter van Bebber stellt eine tiefe Big Point-Tochter mit fest sitzendem Euter vor. Sie überzeugt einen Weseler Kunden, der 2.000 € anlegt.

Diese milchtypische Label P-Tochter mit klaren Fundamenten und gutem Euter von Rainer Thoenes geht auf die Reise nach England (1.850 €).

Einmal mehr beweist Epochal seine Exterieurstärke – hier eine der typischen Vertreterinnen, vorgestellt von Bernd Welsch, die sich ein belgischer Kunde für 1.800 € sicherte.

Mit Go Now RF x Gunnar war Stefan van Hall erfolgreich – ein Kunde aus Heinsberg erhielt bei 2.000 € den Zuschlag für die überragende Färse.

Label P beweist seine Exterieurqualität immer wieder im Ring – so auch hier mit einer Tochter der Lühlshof KG, die für 2.100 € nach Belgien verladen wurde.

Big Point gehört zu den besten Holsteins – seine Töchter gefallen durch tiefe Rippe, gutes Fundament und Top-Euter; diese überragende Färse von Wolfgang Schüring geht auf die Reise nach England (2.000 €).

Toni Hermanns war erfolgreich mit einer körperstarken AltaGeddy-Tochter, die einem Neusser Kunden 2.100 € wert war.

Tagessiegerin bei den Färsen wurde diese junge Albaran-Tochter der Lühlshof KG, die auf eine gute Exterieurvererbung bei diesem jungen Bullen hoffen lässt. Ein Klever Züchter legte 2.200 € an.