Suche:
Nächste Zuchtviehauktionen
Bitburg
Donnerstag, 12.10.2017
Auktionskatalog als PDF
Hamm
Dienstag, 07.11.2017
Krefeld
Mittwoch, 08.11.2017
Bitburg
Donnerstag, 09.11.2017
Lassen Sie Ihre weiblichen Tiere genomisch testen!
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum neuen LD-Chip!
RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
Opens window for sending emailinfo@ruweg.de

26.06.2017

Am 21. Juni 2017 fand bei recht hohen Temperaturen die Sommerauktion der Rinder-Union West eG in der Krefelder Niederrheinhalle statt. Mit gut 100 Färsen und nur 11 Zuchtbullen stand ein alles in allem sehr anspruchsvolles Verkaufskontingent im Ring. Belebt wurde der Marktverlauf durch die überregionale Nachfrage aus Polen und Belgien bis hin nach Spanien.


Starkes Bullenkontingent

Zum Auftakt der Vermarktung standen die 11 herdbuchanerkannten Jungbullen zum Verkauf. Bereits bei der Herdbuchanerkennung war klar, dass die Exterieuransprüche der Bullenkäufer in großem Maße erfüllt werden. Das ausgeglichene Kontingent stieß auf gute Nachfrage und so entwickelt sich ein flotter Marktverlauf, bei dem sich der mittlere Zuschlagpreis bei 1.764 € einpendelte. Dass dieser Preis deutlich über dem Vormonat rangiert, liegt zu einem guten Teil an dem überragenden Battlecry-Sohn von Rainer Thoenes, Kalkar. Dieser Jungbulle aus einer tiefen Bullenmutterfamilie, bei der sowohl die Mutter als auch die Großmutter die begehrte ZE- Anerkennung haben, gefiel durch seine überragende körperliche Entwicklung. Die Dauerleistungsinformationen auf der mütterlichen Seite beeindrucken mit der enormen Eiweißleistung. Klar, dass dieser Bulle eine hohe Nachfrage hatte – ein Viersener Zuchtbetrieb wird diese Genetik zum Preis von 2.700 € jetzt in seinem Bestand einsetzen. Im Preisgefüge folgte ein Trio, das bei 2.200 € bzw. 2.100 € in neuen Besitz übergegangen ist. Dies war zunächst ein NUGGET RDC-Sohn, den Gerd Luyven, Kamp-Lintfort, präsentierte. Der Bulle bestach durch perfekte Übergänge im Körper und bewegte sich auf klarem Fundament. Ein weiterer Viersener Züchter investierte hier 2.200 €. Ebenfalls 2.200 € brachte der Beatstick-Sohn von Rainer Thoenes. Diesmal basiert die Kaufentscheidung gewiss neben der Korrektheit des Bullen darauf, dass in der Mutterlinie bei hohem Leistungsniveau beinahe 4% Eiweiß fest verankert sind. Dieser Bulle wird in die Städte-Region Aachen verladen. Das Trio komplettiert mit 2.100 € der BALU-Sohn von Hans-Peter Paeßens, Uedem. Auch dieser von Entwicklung und Fundament korrekte Bulle machte nachhaltig durch die top mütterlichen Infos auf sich aufmerksam. Mutter (EX) und Großmutter tragen die ZE-Anerkennung und die Großmutter darüber hinaus auch noch die Auszeichnung als Elite I-Kuh. Dies in Verbindung mit einer enormen Dauerleistung und einem sehr guten Eiweißgehalt begeisterte letztlich einen Kunden aus der Städte-Region Aachen.  

 

Preisbewusste Gebote beleben den Markt

Bei den Färsen lief der Markt vom Start an zügig - dabei war aufgrund der Wetterbedingungen die Zahl der Käufer auf den Rängen recht überschaubar. Die Profis gaben allerdings nicht nur zügig, sondern auch sehr qualitätsbewusst ihre Gebote ab, so dass diesmal die hochwertigen Rinder bei passender Nachfrage vielfach die 2.000 € Grenze erreichen bzw. überschreiten konnten. Färsen, die in der Regel aufgrund der körperlichen Entwicklung nicht in vollem Umfang überzeugten, kamen eher bei Mindestgeboten unter den Hammer. Damit stellte sich nach dem letzten Hammerschlag ein mittlerer Preis von 1.563 € ein, der nur ganz knapp unter dem soliden Vormonatsergebnis liegt. Von den Spitzenfärsen, die 2.000 € und mehr erzielten, bleiben nur wenige in der heimischen Region. Die meisten werden nach Spanien und Belgien verladen. Aus der Sonderkollektion der Bestandsaufgabe der Leukers/Pleines GbR ging eine Ladd P-Tochter an den Start, die durch Entwicklung, Bewegung und das feste drüsige Euter glänzte. Hier kam Bewegung auf beim Bieten, das beim Tageshöchstpreis von 2.800 € zugunsten eines spanischen Kunden beendet wurde. Der gleiche Kunde wird auch die Aval-Tochter aus dem Bestand Leukers/Pleines melken, die er für 2.200 € zugeschlagen bekommen hat. Ebenso wird die exterieurstarke G Dreams-Tochter aus dem Bestand der Anhamm GbR, Kamp-Lintfort, diese beiden Färsen (2.200 €) in den neuen Züchterstall begleiten. Den Reigen der Spitzenfärsen für 2.200 € komplettiert Georg Daamen, Bedburg-Hau, der mit einer starken Verkaufskollektion in Krefeld am Start war. Seine Gold Chip-Tochter war aufgrund des überragenden Exterieurs ebenfalls stark begehrt – hier war es ein belgischer Kunde, zu dessen Gunsten am Ende der Hammerschlag erfolgte.

 

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 19. Juli 2017. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, 30. Juni 2017 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 – 81899 14 oder per Fax 02151 – 81899 66 entgegengenommen. Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

 

Dr. Werner Ziegler

Preisspiegel 

Angebot

Verkauft

€ von – bis

€ Ø

Diff.

Bullen

11

11

1.200 - 2.700

1.764

+235

Rinder

108

107

900 - 2.800

1.563

-28

Kälber

5

4

80 - 320

175

+68

Aus der qualitativ hervorragenden Verkaufskollektion der Leukers/Pleines GbR aus Bedburg-Hau, stechen zwei Vollschwestern von Ladd P aus einer langlebigen, exzellenten Classic PS-Tochter hervor, die für 2.800 € und 2.100 € einem spanischen Kunden zugeschlagen werden. (Kat.-Nr.302, 303)

Bei 40 kg Einsatzleistung, viel Rahmen und diesem korrekten Exterieur wird die Golden Dreams-Tochter von Friedrich und Kevin Anhamm aus Kamp-Lintfort für 2.200 € ebenfalls nach Spanien zugeschlagen. (Kat.-Nr. 102)

Georg Daamen aus Bedburg-Hau präsentiert Auktion für Auktion enorm kalibrige und leistungsstarke Rinder, aus denen diese Gold Chip-Tochter, die für 2.200 € nach Spanien verkauft wird, hervorsticht. (Kat.-Nr. 62)

Die von Bernd Welsch aus Wachtberg angebotene Tochter des TopQSELECT+-Bullen Exclusive mit viel Korrektheit, einem feinen Skelett und festem Euter wird für 1.750 € einen Kunden aus dem Kreis Kleve zugeschlagen. (Kat.-Nr. 56)

Für die jugendliche Gently-Tochter mit 35 kg Einsatzleistung von Christoph Hamacher aus Kürten legt ein Kunde aus dem Kreis Wesel 1.750 € an. (Kat.-Nr. 73); Fotos: Hubert Fischer

Beim Verkauf in Krefeld hat sich seit Jahren bewährt, Färsen, die sich nicht optimal am Halfter führen lassen wollen, freilaufend im Ring zu vermarkten. Foto: Dr. Werner Ziegler