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09.08.2017

Zum 19. Male veranstaltete die Züchtervereinigung Eifel ihren legendären Züchterklönabend. In diesem Jahr auf dem Wilhelmshof der Familie Krüger in Reipeldingen. Ja, und alle Erwartungen wurden voll übertroffen. Dieser Züchterklönabend wirkt wie ein Magnet, denn rund 300 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung am 20. Juli 2017 in Reipeldingen.


Reipeldingen ist eine Ortsgemeinde im westlichen Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an und liegt unweit zur luxemburgischen Grenze. Zur Gemeinde gehört eine Fläche von 476 ha, und nicht einmal 100 Einwohner zählt das Dorf. Vom Wilhelmshof der Familie Krüger schaut man gen Westen auf den Naturpark Our, eine Mittelgebirgslandschaft mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Dieses Ourtal gehört zum deutsch-luxemburgischen Naturpark und war der erste grenzüberschreitende Naturpark in Westeuropa.

 

Sechs klasse Kühe präsentieren sich dem Publikum

Damit der Züchterklönabend gelingt, sind natürlich zahlreiche Helfer notwendig. Doch auf dem Wilhelmshof waren neben der Familie Krüger und ihren Mitarbeitern zahlreiche Helfer im Einsatz. So hatten Gerd Grebener und Uwe Müller die Kühe für den Abend bereits im Vorfeld ausgewählt und waren sehr positiv angetan über die vielen guten Kühe im Betrieb. So fiel die Auswahl gar nicht so einfach. Am Tag des Geschehens wurden dann die Kühe früh morgens von einem Team der Jungzüchter und den Mitarbeitern der RUW gewaschen, frisiert und den ganzen Tag betreut, so dass sie sich am Abend in einem Top-Zustand dem großen Publikum präsentierten. Und es zeigte sich auch, dass Christine Krüger ein sehr gutes Auge für ihre Kühe hat. Denn ihre Lieblingskuh, die Schaffner-Tochter Harpune, das Cover-Girl für das Hofschild, ist tatsächlich eine absolute Top-Kuh. Um den Demonstrationsring herum fanden sich dann am Abend sehr viele interessierte Besucher ein. Uwe Müller, Sebastian Weide und Gerd Grebener stellten die Kühe vor. Hierbei wurden die Vorzüge der einzelnen Kühe ausführlich beschrieben. Die Abstammungs- und Leistungsdaten konnten die interessierten Besucher aus einem kleinen Katalog verfolgen. Jede Kuh erhielt sodann eine gezielte Anpaarungsempfehlung, die dabei helfen soll, das ein oder andere Merkmal, sowohl im Exterieur als auch in den Leistungszahlen, zu verbessern. Es wurden sowohl die genomischen jungen Vererber als auch nachkommengeprüfte Vererber aus dem Zuchtprogramm der RUW, sowie dem Pool der weltweit besten verfügbaren Bullen vorgeschlagen. Mit viel Applaus würdigten die Besucher die Zuchtarbeit der Krügers.

 

Nach der Vorstellung erläuterte Betriebsleiter Steffen Krüger mit Unterstützung eines Betriebsspiegels seinen Betrieb und seine Philosophie. Denn nicht nur die Kühe sondern auch der sehr gut geführte Betrieb mit einigen Neuerungen lockte die Berufskollegen von nah und fern. Auf dem Betrieb mit 190 ha LN werden über 200 Kühe mit einer Durchschnittsleistung jenseits von 10.000 kg Milch gemolken. Auch die 165 Stück weibliche Nachzucht steht komplett in Reipeldingen. Gemolken wird in einem Karussell. Von den 190 ha LN sind 51 ha Grünland und 139 ha Ackerfläche. Diese teilen sich auf in 20 ha Grassamenvermehrung, 14 ha Süßlupinen, 30 ha Winterweizen, 28 ha Silomais und 47 ha Ackergras. Ein besonderes Interesse fand natürlich der gerade fertiggestellte neue Kälberstall mit einer Tubes-Lüftung (Tunnelbelüftung).

 

Nach der Vorstellung des Betriebes nahmen die vielen Besucher gerne die Gelegenheit wahr einen Stallrundgang zu machen. Alle zeigten sich begeistert von dem hervorragend geführten Betrieb.

Wie schon der Name sagt: „Züchterklönabend“ kommt vom Plattdeutschen „klönen“, sprich „sich unterhalten, miteinander reden“. Hierzu trafen sich dann nach und nach alle Besucher in der Maschinenhalle ein, die für diesen Abend festlich geschmückt war. Hier gab es reichlich zu essen und zu trinken, und alle Teilnehmer diskutierten bis weit nach Mitternacht über die Eindrücke und das Gesehene auf dem Wilhelmshof. Ein ganz großes Dankeschön gilt den vielen Sponsoren für ihre starke Unterstützung und auch allen Familien, die mit reichlichen Salatspenden und Desserts den Abend gelingen ließen. Keiner musste hungern oder dursten!

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt der Familie Krüger für ihre Bereitschaft diesen Traditionsabend auszurichten und für ihre sehr große Gastfreundschaft. Christine Krüger brachte es auf den Punkt: „Auch uns hat es sehr viel Freude bereitet, diesen Abend auszurichten! Allen kann ich nur sagen die Unterstützung ist großartig und keiner braucht Angst zu haben, wenn er angesprochen wird um Ausrichter dieses Züchterabends zu sein.“

 

Gerd Grebener

Als Dankeschön für den tollen Abend und die Bereitschaft den Züchterklönabend auszurichten erhielt die ganze Familie Krüger vom Vorsitzenden der Züchtervereinigung Eifel, Alfred Bormann, ein Hofschild mit ihrer Lieblingskuh Harpune (v. Schaffner). Von links: Alfred Bormann, Steffen, Hannah, Christine Krüger und Monika Thylmann.

Vor herrlicher Kulisse fanden sich die vielen Besucher rund um den Ring ein, um aufmerksam die Erläuterungen (in diesem Fall von Uwe Müller) zu den einzelnen Kühen zu verfolgen.

Der gerade fertiggestellte neue Kälberstall mit der Tubes-Belüftung fand sehr großes Interesse bei den Besuchern.

Rappelvoll war die Maschinenhalle als sich nach und nach alle Besucher zum gemütlichen Teil einfanden.

Familie Krüger, Ausrichter des diesjährigen Züchterklönabends.