Suche:
Nächste Zuchtviehauktionen
Hamm
Mittwoch, 04.04.2018
Auktionskatalog als PDF
Fließem
Donnerstag, 05.04.2018
Auktionskatalog als PDF
Krefeld
Mittwoch, 18.04.2018
Auktionskatalog als PDF
Fließem
Donnerstag, 03.05.2018
Hamm
Dienstag, 08.05.2018
Krefeld
Mittwoch, 23.05.2018
RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
Opens window for sending emailinfo@ruweg.de

07.02.2018

Unter schwierigen Rahmenbedingungen verlief die 255. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG am 06. Februar 2018 in den Zentralhallen in Hamm. Stark fallende Milchpreise, neue Auflagen durch die Düngeverordnung und eine gute Wetterlage für die erste Gülleausbringung markierten die zentralen Eckpunkte für den Rindermarkt. Trotz durchweg guter Qualität der aufgetriebenen Rinder reduzierte sich der Durchschnittspreis am Färsenmarkt im Vergleich zum Vormonat. Die Käufer kamen aus dem eigenen Zuchtgebiet, aus Italien, Belgien und Süddeutschland. Mit ebenfalls guter Qualität zeigte sich der Bullenmarkt mit leicht rückläufiger Tendenz, während das kleine Angebot am Kälbermarkt zu stabilen Preisen komplett geräumt wurde.


Hornlosbullen in der Spitze

Das Angebot umfasste 35 verbandsanerkannte Deckbullen, die sich zum größten Teil typstark und gut entwickelt präsentierten. Bis auf wenige Bullen wechselten die Deckbullen zum Durchschnittspreis von 1.466 € in neue Besitzerställe. In der absoluten Preisspitze setzte sich WR Email aus der Zucht von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt vom Feld ab. Dieser natürlich hornlose Ems Red PP-Sohn präsentierte sich nahezu formvollendet im Auktionsring und stammt aus einem langlebigen, leistungs- und inhaltsstoffstarken Kuhstamm. Gleich mehrere Kaufinteressenten wetteiferten mit ihren Geboten um diesen erstklassigen Bullen. Den längsten Atem bewies ein Züchter aus dem heimischen Kreis Warendorf, der sich den Zuschlag zum Steigpreis von 2.700 € sicherte. Auf dem preislich zweiten Rang platzierte sich der County-Sohn Cuseiro aus der Zucht von Thomas Langenberg aus Bocholt. Cuseiro wurde aus einer 88 Punkte MAXIMUM-Mutter gezogen, die über 12.000 kg in der Höchstleistung verzeichnet. Auch dieser Bullen wechselte in einen Käuferstall im Kreis Warendorf. Den dritten Rang teilten sich der Apoll P-Sohn Archipel aus der Zucht Hermann-Josef Bonhoff aus Raesfeld und der Deal-Red P-Sohn KOE Dert, der von der Köster KG aus Steinfurt verkauft wurde. Archipels Mutter und Großmutter beeindruckten mit Fett- und Eiweißgehalten, die in der Spitze über 5 % bzw. über 3,9 % rangierten. Ein Käufer aus Baden-Württemberg erhielten den Zuschlag beim Gebot von 1.900 €. Den gleichen Steigpreis investierte ein Züchter aus dem Kreis Heinsberg für KOE Dert. Dieser natürlich hornlose Deckbulle stammt aus dem bekannten T-Stamm aus der Zuchtstätte Köster und präsentierte sich mit Harmonie und besten Fundamenten im Ring.

 

MATISSE RED-Tochter zum Tageshöchstpreis verkauft

Die zum Verkauf aufgetriebenen Rinder konnten in puncto Exterieurqualität und Leistungsbereitschaft durchweg überzeugen. Die anwesenden Käufer agierten aufgrund der prognostizierten Milchpreisentwicklung allerdings sehr preisbewusst und wägten ihre Gebote genauesten ab, so dass sich der Durchschnittspreis letztlich bei 1.443 € deutlich unter dem Vormonatsergebnis einpendelte. Den Tageshöchstpreis am Färsenmarkt sicherte sich, wie zuvor schon am Deckbullenmarkt, Ludger Wiewer aus Drensteinfurt mit einer beeindruckenden MATISSE RED-Tochter. Diese geht über ihre Observer-Mutter und Goldwin-Großmutter PM Carmen zurück auf die bekannte aha Rubens Carla EX 95. Ein Holsteinzücher aus Bayern war persönlich angereist und setzte sich mit dem Gebote von 2.800 € gegen die zahlreichen Mitbieter durch. Auch die zweitplatzierte Färse zum Steigpreis von 2.400 € stammte aus der Zucht von Wiewer Holsteins. Diese Makaki-Tochter präsentierte sich ohne Fehl und Tadel im Ring und überzeugte mit einer Einsatzleistung von über 40 kg Milch mit 4,6 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Sie wurde am Auktionsabend nach Thüringen verladen. Es folgten eine Numero Uno-Tochter aus der Zucht von Hartmut Landwehr aus Steinhagen und eine Silver-Tochter der Köster KG aus Steinfurt, die jeweils zum Steigpreis von 2.200 € im heimischen Zuchtgebiet verblieben und das Quintett der Spitzenfärsen vervollständigten.

 

Kleiner Kälbermarkt

Das Angebot am Zuchtkälbermarkt war mit 16 Tieren sehr überschaubar. Bei zügigem Verlauf wurden alle Kälber an neue Besitzer vermittelt. Der durchschnittliche Zuschlagpreis pendelte sich fast exakt auf dem Vormonatsergebnis bei 303 € ein. Das einzige rotbunte Kalb der Auktion war mit dem Hammerschlag beim Gebot von 440 € auch das teuerste Kalb der Auktion. Diese Breaker-Tochter aus der Zucht von Andreas Pröbsting aus Everswinkel wurde einem Züchter aus dem Kreis Steinfurt zugeschlagen. Ebenfalls aus der Zucht von Andreas Pröbsting stammte eine Arvis-Tochter, die für 380 € an einen Käufer aus dem Kreis Höxter verkauft wurde. Den gleichen Steigpreis erzielte eine AVENUE-Tochter, gezogen aus einer EXPLIZIT-Mutter, die von der Hueske Milchvieh GbR aus Südlohn angeboten wurde. Den dritten Rang sicherte sich die WM Milch Sissmann GbR aus Waltrop mit einer EPOCHAL-Tochter, die für 360 € in den Kreis Borken wechselte.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 06. März 2018 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

Preisspiegel

Angebot

Verkauft

€ von – bis

€ Ø

Diff.

Bullen

35

29

1.000 – 2.700

1.466

-44

Kühe

1

1

1.200 – 1.200

1.200

-

Rinder

199

193

800 – 2.800

1.443

-149

Kälber

16

16

180 – 440

303

+1

Klemens Oechtering

Topseller des Auktionstages: Körper- wie Euterstark präsentierte sich diese MATISSE RED-Tochter (Kat.-Nr. 303) aus der Zucht von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt. Gepaart mit einer Einsatzleistung von fast 40 kg und einem Kuhstamm, der auf die bekannte aha Rubens Carla EX 95 zurückgeht, Gründe genug für einen bayrischen Züchter, den Tageshöchstpreis von 2.800 € in diese Spitzenfärse zu investieren.

Ebenfalls aus der Zuchtstätte Wiewer Holsteins, Drensteinfurt stammte diese Makaki-Tochter (Kat.-Nr. 99), die in allen Belangen zu überzeugen wusste und für den Steigpreis von 2.400 € an einen Käufer aus Thüringen verkauft wurde. Fotos: Klemens Oechtering