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GERMAN MASTERS
SALE 2018


Datum: Freitag 19. Oktober 2018
Ort: Fließem, Deutschland

Nächste Zuchtviehauktionen
Fließem
Donnerstag, 02.08.2018
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Hamm
Dienstag, 07.08.2018
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Krefeld
Mittwoch, 15.08.2018
RINDER-UNION WEST eG
Schiffahrter Damm 235a
48147 Münster
Tel: +49(0)251-92 88-0
Fax: +49(0)251-92 88-219/236
Opens window for sending emailinfo@ruweg.de

06.07.2018

Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Erntewetter fand die 260. Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG am 3. Juli 2018 in den Zentralhallen in Hamm statt, wobei wohl jeder Landwirt die laufende Ernte gerne für ein paar ergiebige Regenfälle unterbrochen hätte. Dem Auktionsverlauf war die überschaubare Anzahl der anwesenden Käufer jedoch nicht anzumerken, denn unsere treuen Kunden aus Italien und Belgien sorgten mit ihrer Nachfrage am Färsenmarkt für einen sehr flotten Verlauf. Auch der Bullenmarkt bestätigte sich auf dem hohen Preisniveau der Vormonate, während das kleine Angebot am Jungviehmarkt zu leicht steigenden Durchschnittspreisen verkauft wurde.


 

3.000 € für Bretagne-Sohn

Am Deckbullenmarkt standen nach der morgendlichen Verbandsanerkennung insgesamt 28 Bullen zur Auswahl. Die Qualität der Bullen konnte voll und ganz überzeugen und die Nachfrage passte gut zum Angebot, so dass sich ein sehr zügiges Bietgeschehen entwickelte und in einem Durchschnittspreis von 1.802 € resultierte. Der teuerste Bulle erreichte wieder einmal die 3.000 €-Marke. Dieser herausragende BRETAGNE-Sohn aus dem Bestand von Norbert Havelt aus Warendorf wurde aus einer NUGGET RDC-Mutter gezogen, die aus einer langlebigen und leistungsstarken Kuhfamilie stammt. Ein Züchter aus dem Kreis Steinfurt sicherte sich den Zuschlag mit dem Gebot von 3.000 €. Knapp dahinter folgte zum Steigpreis von 2.900 € der Light Red-Sohn, KOE Liton, aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt, der am Auktionstag seinen ersten Geburtstag feiern durfte. Liton beeindruckte mit einem fehlerfreien eigenen Fundament, das der Exterieurzuchtwert von 131 gRZE untermauerte und stammt ebenfalls aus einem leistungsstarken Kuhstamm. Er wird zukünftig im Kreis Olpe zum Deckeinsatz kommen. Auf dem preislich dritten Rang platzierte sich ein Pledge-Sohn aus dem Bestand von Berthold Brügge aus Tecklenburg, der mit gRZG 140 und hohem Nutzungsdauerzuchtwert punktete. Ein Züchter aus dem Kreis Borken erhielt den Zuschlag für 2.600 €. Das Quintett der Spitzenbullen komplettierten zwei weitere Bullen, die jeweils zum Preis von 2.400 € verkauft wurden. Ein Epic-Sohn aus der Zucht von Hermann-Josef Bonhoff aus Raesfeld wechselte in einen Züchterstall im Hochsauerlandkreis, und ein NUANCE-Sohn aus der Zucht der Effing Timmermann GbR aus Vreden wird zukünftig im Kreis Altenkirchen seinen Deckeinsatz verrichten.

 

Zügiger Färsenmarkt

Aufgrund des Erntewetters war nur eine überschaubare Anzahl von Käufern nach Hamm gekommen. Die anwesenden Kunden honorierten allerdings die vorgestellten Qualitätsfärsen schnell mit Geboten von 1.800 €, 1.900 € oder 2.000 € und mehr, so dass sich das durchschnittliche Preisniveau für die 118 verkauften Färsen deutlich auf 1.683 € erhöhte und für durchweg zufriedene Gesichter bei den Verkäufern sorgte. Den Spitzenpreis von 2.300 € erzielten am Rindermarkt gleich drei Färsen: zum Ersten eine EAST P-Tochter, die von Agatha Weber aus Unna im Ring präsentiert wurde. Ein Züchter aus dem Kreis Gütersloh sicherte sich diese schicke und leistungsbereite Färse für die Bestandsergänzung. Zum Zweiten eine Modeco-Tochter aus der Zucht von Johannes Mönninghoff aus Münster, die mit über 40 kg in der Einsatzkontrolle und tadellosem Exterieur ihren Käufer aus Belgien überzeugte. Und zum Dritten eine natürlich hornlose KANSAS P-Tochter aus der Zucht von Elisabeth Wacker aus Steinfurt, die mit einem gRZG von 136 und besten Inhaltsstoffgehalten einen weiteren Stammkunden aus Belgien begeisterte und als teuerste Rotbunte des Auktionstages verkauft wurde. Zum Steigpreis von 2.200 € wurden ebenfalls drei Topfärsen zugeschlagen. Eine hornlose LABEL P-Tochter aus der Zucht von Markus Brinker aus Gronau und eine Apoll P-Tochter aus dem Bestand von Hans-Peter Paeßens aus Uedem beeindruckten beide mit mehr als 40 kg Milchleistung und wurden am Abend der Auktion für zwei belgische Käufer verladen. Die Dritte im Bunde war eine Sid-Tochter aus der Zucht von Heinz Hesse aus Bad Wünnenberg, die in den Hochsauerlandkreis wechselte. Insgesamt erreichten oder übersprangen 22 Färsen die 2.000 €-Grenze.

 

Kleines Angebot am Kälbermarkt

Das Angebot von gut 20 Jungrindern und Zuchtkälbern war recht knapp. Die Durchschnittspreise erhöhen sich gegenüber dem Vormonat auf 483 € am Jungrinder- und 340 € am Zuchtkälbermarkt. Die beiden teuersten Jungrinder waren eine BALU und eine BASICAL-Tochter aus der Zucht von Stefan Kreutzer aus Korschenbroich, die beide zum Steigpreis von 580 € in den Kreis Höxter verkauft wurden. Die drei teuersten Kälber stammten aus dem Bestand von Andreas Pröbsting aus Everswinkel. Eine JULANDY-Tochter wurde für 400 € in den Kreis Höster verkauft. Eine Breaker-Tochter aus EFFORT-Mutter wechselte für 380 € in den Kreis Coesfeld und eine DREAMBOY-Tochter aus EPOCHAL-Mutter sicherte sich ein Züchter aus dem Kreis Ruhr-Lippe. Den gleichen Preis erzielte Leo Richter aus Dorsten für eine ANAMUR-Tochter aus EPOCHAL-Mutter, die ebenfalls in den Kreis Ruhr-Lippe wechselte. Für zwei weitere ANAMUR-Töchter erzielte Leo Richter 340 € im Zuschlag. Beide Kälber stammen aus FERRARI-Müttern und wurden für Käufer aus dem Kreis Steinfurt und Coesfeld verladen.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 07. August 2018 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von – bis

 

Ø

 

Diff.

Bullen

28

27

1.000 - 3.000

1.802

  -18

Kühe

1

1

1.300 - 1.300

1.300

-225

Rinder

125

118

   900 - 2.300

1.683

+163

Jungrinder

10

7

400 - 580

483

  +55

Kälber

12

9

260 - 400

340

  +99

Klemens Oechtering

 

Sie gehörte zum Spitzentrio am Färsenmarkt und war die teuerste rotbunte Färse des Auktionstages: Diese junge KANSAS P-Tochter (Kat.-Nr. 211) aus der Zucht von Elisabeth Wacker aus Steinfurt beeindruckte mit einem gRZG von 136 und besten Inhaltsstoffgehalten beim Kuhstamm. Sie wurde nach zügigem Bieterwettstreit für 2.300 € einem belgischen Züchter zugeschlagen.

Und zum wiederholten Male präsentiert sich eine Tochter (Kat.-Nr. 100) des beliebten RUW-Vererbers EPOCHAL hervorragend im Auktionsring. Diese stammt aus der Zucht von Hartmut Landwehr aus Steinhagen und zeigte sich fundament- und euterstark. Sie wurde zum Steigpreis von 1.900 € an einen Züchter aus dem Kreis Gütersloh verkauft. Fotos: Willi Flaßkamp