Septemberauktion in Hamm

Allgemeine News Auktionsberichte

Zur 262. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG am 4. September in den Zentralhallen in Hamm waren 200 Tiere in den verschiedenen Kategorien aufgetrieben worden. Die Wetterlage der letzten Wochen mit etwas Niederschlag und deutlich rückläufigen Temperaturen sorgte für eine insgesamt entspanntere Situation. Die lange Trockenheit mit den entsprechenden Auswirkungen bei der Futtergewinnung hatte aber auch beim Septembermarkt durchaus Auswirkungen auf das Verhalten der heimischen Käufer, die wie im August sehr preisbewusst und qualitätsorientiert ihre Gebote abgaben. Ergänzt durch Käufer aus Italien, Belgien und den Niederlanden entwickelte sich ein zügiges Marktgeschehen bei den Rindern mit stabiler, leicht positiver Preisentwicklung. Der vorangegangene Bullenmarkt und auch der nachfolgende Zuchtkälbermarkt verliefen deutlich ruhiger als in den Vormonaten.

 

Hornlosbullen in der Preisspitze

Gut 30 Bullen standen nach der Verbandsanerkennung am frühen Morgen zum Verkauf, die durchweg mit guter Entwicklung und tadellosen Fundamenten zu überzeugen wussten. Der Marktverlauf war gegenüber den Auktionen der Vormonate deutlich ruhiger, so dass sich auch der Durchschnittspreis auf 1.525 € reduzierte. Nachfragebedingt verblieben einige Bullen im Überstand. Die Preisspitze wurde von den natürlich hornlosen Bullen dominiert. Allen voran der REDTOP P-Sohn BCB Reval aus der Zucht von Sebastian Büenfeld aus Meschede, der mit viel Typ und Harmonie beeindruckte. Langlebigkeit, Leistungsbereitschaft und beste Inhaltsstoffgehalte bei seiner AVAL-Mutter und CARMANO-Großmutter rundeten das Paket hervorragend ab. Ein Züchter aus dem Kreis Soest setzte sich gegen seine Mitbieter mit dem Gebot von 2.400 € durch und erhielt den Zuschlag. Zum Steigpreis von 2.300 € folgten zwei Bullen, die mit allerbesten Fundamenten auf sich aufmerksam machten. Ein ebenfalls hornloser Addiction-Sohn aus der Zucht von Manfred Robert aus Vreden und ein Windmill-Sohn von der Köster KG aus Steinfurt. Beide Bullen wurden für Käufer aus dem benachbarten Hessen verladen. Den preislichen dritten Rang sicherte sich Thomas Blömer aus Heek mit einem tiefschwarzen, reinerbig hornlosen MISSON P-Sohn, der im Kaufauftrag für einen Kunden aus Baden-Württemberg ersteigert wurde. Den Steigpreis von 2.000 € erzielten noch zwei weitere Bullen aus der Zucht von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt. Ein Callen-Sohn wechselte in den Kreis Heinsberg und ein Devour–Sohn wird zukünftig im Hochsauerlandkreis zum Deckeinsatz kommen.

 

KAJAK-P-Tochter für 2.100 € zugeschlagen

Trotz der zum Teil noch ungewissen Ergebnisse aus der laufenden Silomaisernte war das Bietgeschehen am Färsenmarkt durchaus zügig. Allerdings achten die Käufer aus dem In- wie Ausland sehr genau auf die Leistungsbereitschaft und die Exterieurqualität der vorgestellten Färsen. Während korrekte Färsen mit Einsatzleistungen von gut über 30 kg Milch schnell Gebote von 1.600 € und mehr erreichten, war Zahlungsbereitschaft für Rinder mit leichteren Schwächen und etwas geringerer Leistung deutlich zurückhaltender. Am Ende des Auktionstages pendelte sich der Durchschnittspreis leicht über dem Vormonatsergebnis bei 1.508 € ein. Die teuerste Färse des Tages stammte aus der Zucht von Thomas Langenberg aus Bocholt. Seine junge KAJAK P-Tochter präsentierte sich mit einem sehr festen Euter mit schöner Textur und bewegte sich auf parallelgestellten und glasklaren Fundamenten im Ring. Ein Züchter aus dem Kreis Borken ließ sich beim Bieten nicht von der Konkurrenz beeindrucken und sicherte sich den Zuschlag bei 2.100 €. Mit einem Steigpreis von 2.000 € folgten fünf weitere Färsen, darunter zwei weitere aus dem Bestand von Thomas Langenberg, die mit hohen Leistungen beim Kuhstamm überzeugten. Eine kapitale Rocco P-Tochter wurde von einem Züchter aus dem Kreis Kleve ersteigert und eine Harper-Tochter wechselte in einen Zuchtbetrieb im Kreis Ruhr-Lippe. Herman-Josef Olbing verkaufte eine tadellose EDELMUT-Tochter, gezogen aus einer 88-Punkte CARMANO-Mutter, an einen hessischen Züchter. Der gleiche Käufer sicherte sich auch eine Maserati-Färse aus der Zucht von Hubert Lefting aus Lippstadt. Das Quintett der 2.000 €-Färsen komplettierte eine körper- wie euterstarke Goldday-Tochter aus der Zucht von Hartmut Landwehr aus Steinhagen.

 

Jungrinder-und Kälbermarkt

Das Angebot von knapp 40 Jungrindern und Zuchtkälbern war wieder etwas umfangreicher als im August. Die Jungrinderpreise pendelten sich bei 383 € im Durchschnitt ein, während die mittleren Zuschlagpreise für die Zuchtkälber mit 230 € etwas rückläufig waren. Teuerstes Zuchtkalb war eine schicke und bestens entwickelte COVER-Tochter aus der Zucht von Walter Niestert aus Sendenhorst. Mit einem genomischen Zuchwert von gRZG 143 und Topleistungen im Kuhstamm überzeugte dieses Kalb seinen neuen Besitzer aus dem Kreis Borken, den Steigpreis von 420 € zu investieren. Zum Preis von 340 € folgten fünf weitere klasse Kälber. Eine AVENUE-Tochter aus der Zucht von Peter Hunkenschröder aus Ennigerloh, eine King Alpha-Tochter aus der Zuchtstätte Eberhard Brochhaus, Kürten und gleich drei Kälber aus der Zucht von Iris Meierhenrich aus Detmold, darunter eine FERRARI-Tochter, eine Commander- und eine Roxy B-Tochter. Alle Kälber verblieben in der Region Westfalen-Lippe.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 02. Oktober 2018 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Preisspiegel:

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von – bis

 

Ø

 

Diff.

Bullen

33

26

1.000 - 2.400

1.525

-281

Rinder

128

128

800 - 2.100

1.508

  +4

Jungrinder

7

7

280 - 520

383

+53

Kälber

32

31

100 - 420

230

 -86

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